Castel Toblino ist für seine romantischen Legenden und als Ferienresidenz des bischöflichen Hofs bekannt. Außerdem ist die Burg eine der wenigen Seefestungen im Trentino.
Wahrscheinlich stammt sie aus der Römerzeit. Sie stand auf einer kleinen Insel, die aufgrund der Senkung des Wasserspiegels des umliegenden Sees zur Halbinsel wurde. Ein wegen seiner epigraphischen Seltenheit bedeutender (in den Laubengang der Burg eingemauerter) Gedenkstein belegt, dass hier im 3. Jh. ein kleines Gotteshaus existierte, das dem Kultus der Schicksalsgötter (des Stamms der Tublinates) geweiht war. Bald wurde die ursprünglich religiöse Funktion durch die militärisch-strategische ersetzt. Im 13. Jh. wurden die Herren von Toblino durch die Herren von Campo in den Valli Giudicarie entmachtet. 1495 kam die Burg in den Besitz der Kirche von Trient. Kardinal Bernhard Cles veranlasste ihren Neubau (1536-1537) im Stil der Burgresidenzen der Renaissance: Dort wirkten auch Künstler, die im Magno Palazzo des Castello del Buonconsiglio in Trient tätig waren. Die vorherrschenden Bauelemente aus dem 16. Jh. sind auf den späteren von Gian Gaudenzio Madruzzo veranlassten Umbau (Laubengang und Loggia des Hofs, Rundbogen) zurückzuführen. Von der mittelalterlichen Anlage sind heute das Mauerwerk im Westen und der kleine Turm im Nordwesten zu sehen. Der zylinderförmige Turm, das Wahrzeichen der Burg, ist 20 m hoch und galt als Hauptturm. Er verstärkte die Befestigung der Burg auf der Spitze des Felsens.
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loc. Calavino
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